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Bild oben: Glasfensterzyklus in der St. Engelbert-Kirche in Gevelsberg mit Papst Klemens, Felizitas (+ um 100)(Fenster links), Engelbert (+ 1225)(Fenster Mitte) und Maximilian Kolbe (+ 1941), Edith Stein (+ 1942) und Nikolaus Groß (+ 1945)(Fenster rechts) Bild rechts: Das Glasfenster mit Nikolaus Groß
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Entwurf und Ausführung: Heinz Oswald Krause, Gevelsberg, Silschede
Fertigstellung: 20. Dezember 1989
Idee: Die Märtyrer = Zeugen des Glaubens
Der hl. Papst Klemens und die hl. Felizitas mit ihren sieben Söhnen. (Reliquien liegen im Hauptaltar) Klemens war als Bischof von Rom (92-101) der dritte Nachfolger des hl. Apostels Petrus. Um die Jahre 93/94 verfasste er einen Brief an die Korinther. Sein Martyrium ist unsicher. Die Legende berichtet, dass er mit einem Anker um den Hals ins Schwarze Meer versenkt wurde. Seine Reliquien sollen erst von dem Slavenapostel Cyrill im 9. Jhdt. nach Rom gebracht worden sein.
Felizitas war eine römische Märtyrerin, deren Verehrung in Rom seit dem 5. Jhdt. nachweisbar ist. Die Legende lässt sie in Rom im Jahre 101 mit ihren sieben Söhnen den Märtyrertod erleiden.
Zum Bild: Der Legende nach hat Kaiser Trajan Klemens auf die Krim verbannt. Im oberen Teil sehen wir in großer Farbe die geographischen Umrisse der Krim dargestellt. Klemens fand auf der Insel mehr als zweitausend Christen. Diese beklagten sich, dass sie das Wasser sechs Meilen weit hertragen mussten.
Christus, der dem Klemens als Lamm erschien, bezeichnet ihm die Stelle , wo er nach einer Quelle hacken sollte. Die sprudelnde Quelle finden wir unterhalb des großen Bereiches. Im gelben Gewand, kopfüber, wirft Klemens in der Mitte des Bildes das Tau des Ankers um den Hals, in das Blau des "Schwarzen Meeres" gestützt. Die unklaren geschichtlichen Daten entsprechen den unklaren Umrissen der Darstellung. Unten rechts erkennen wir die hl. Felizitas. Die sieben roten Punkte sollen ihre sieben Söhne symbolisieren.
Der hl. Engelbert, unser Pfarrpatron Engelbert, geboren 1185 als Sohn des Grafen von Berg, wurde 1216 zum Erzbischof von Köln geweiht. Friedrich II. ernannte ihn zum Reichsverweser. Engelbert war auf Bewahrung des Landfriedens sowie auf den Schutz der Kl?ter vor der Bedrohung der adeligen Vögte bedacht. Sein Vettersohn Friedrich von Isenburg, Vogt des Stiftes Essen, überfiel ihn im Lindengraben am 7.11. 1225 und tötete ihn.
Zum Bild: Die blauen Schwerter im oberen Teil zeigen die Bedrohung, unter der Engelbert stand. Die Pfeile und Wegmarkierungen stellen die Skizze für den Ort des Zerfalls dar.
Im unteren Teil sehen wir den zusammenbrechenden Engelbert, und dem die Mitra vom dem das Schwert aus der Kopf gesch1agen wurde. Hand sinkt
Maximilian Kolbe, geboren 1894 in Polen, wurde Franziskaner, gründete ein "Pressekloster", 1941 von den Deutschen in das KZ Auschwitz gebracht. Dort hat der Familienvater den Tod im Hungerbunker auf sich genommen.
Edith Stein, geboren als Jüdin 1891 in Breslau, Doktor der Philosophie, 1922 Konversion zum kath. Glauben, 1933 Eintritt in den Karmel, 1942 Transport nach Auschwitz und Tod in der Gaskammer. Nikolaus Groß, geboren 1898 in Niederwenigern, Bergmann, Gewerkschaftler, Schriftleiter der Christlichen Arbeiterzeitung, nach dem Attentat auf Hitler Verhaftung und Verurteilung. Vollstreckung am 23.01.1945 in Berlin-Plözensee.
Zum Bild: Unten sehen wir von links nach rechts Maximilian Kolbe, Edith Stein u. Nikolaus Groß. Alle drei waren literarisch täig, worauf die ausgebreitete Zeitung und die Schrift in der linken Hand von Nikolaus Groß hinweisen. Die Rampe von Birkenau führt in die glühende Hölle des Vernichtungslagers. Sie ist aber auch zugleich Himmelsleiter, die in das glückliche Rot der Liebe Gottes führt. "Gott war uns nie ferner als in Auschwitz, Gott war uns nie näher als in Auschwitz." (Menachem Begin)
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