
Kreuzwegstationen umgeben sein Bild in der Mitte der Türe
14 Leidensstationen münden in der 15. Station in die Auferstehungshoffnung.
Drei Gestaltungselemente tragen die Komposition:
Der Mensch als Linie bewegt sich in einem Quadrat, dem Zeichen für die Welt.
Jesus, mit seinem Kreuz in der Königsfarbe rot, hebt sich bis zur Kreuzigung, der 12. Station, deutlich heraus.
Danach erleben wir einen Wandel zu den Farben violett und grün.

An den Stationen entlang sieht man die symbolhafte, auf die notwendigsten Zeichen reduzierte Komposition als eine Möglichkeit der Kreuzweggestaltung in unserer Zeit.
Jesus - Senkrechte in rot - hoch aufgerichtet steht er vor Pilatus, dem Mächtigen der Welt, den Schuldspruch entgegennehmend.
Der Kreuzesbalken - auf seine Schultern gelegt - drückt den Körper nieder. Der ohne Schuld trägt das Kreuz freiwillig für uns.
Das Kreuz lastet schwer. Der König - er strauchelt, fällt zum erstenmal.
Begegnung mit Maria, seiner Mutter. Atemholen durch gegenseitiges Mitleiden und Trösten.
Simon von Cyrene - zur Nachfolge gezwungen - neigt sich wie Jesus unter der Kreuzeslast.
Begegnung mit Veronika. Ihr Tuch - den Schweiß des Entkräfteten aufnehmend - schafft kurze Erleichterung.
Der nächste Sturz - noch tiefer.
Eine letzte Begegnung. Seine Jüngerinnen begleiten ihn auf seinem Kreuzweg - Nachfolge wahrnehmend.
Der Körper niedergebeugt zur Erde - sein tiefster Fall.
Von Soldaten in die Senkrechte gebracht und seiner Kleider beraubt. Nackt und wehrlos steht er da, der König, dem Spott preisgegeben.
Jesus wird an's Kreuz genagelt.
Hoch ragt das Kreuz mit dem ohnmächtigen König der Juden. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Rot gewandelt in violett, Trauer und Verzweiflung. Der König gestorben für uns, von den Frauen vom Kreuz heruntergenommen.
Sein Leichnam - hineingelegt in die Gruft. Endstation? Wir wissen von Verwandlung und Auferstehung.
Hoffnung gegen jede Hoffnung setzt sich durch. Neues Leben kündet sich an.